Gemeinschaftsschule

Sekundarstufe

 

Die Gemeinschaftsschule an der Sommertalschule in Meersburg ist eine kleine weiterführende Schule, die für alle Kinder aus Meersburg und der Region je nach Niveau den Hauptschulabschluss oder den Realschulabschluss anbietet.

Die Sommertalschule Meersburg zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder von der ersten Klasse bis zum Ende der Sekundarstufe I in vertrautem Umfeld gemeinsam lernen können.

Die Gemeinschaftsschule Meersburg arbeitet nach dem Bildungsplan der Sekundarstufe I und vermittelt bis zum Hauptschulabschluss bzw. bis zur Mittleren Reife die Bildungsstandards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums.

Sie bietet eine optimale Vorbereitung für eine Berufsausbildung und auf die Arbeitswelt bzw. einen reibungslosen Übergang an die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder beruflichen Gymnasiums, wo die Hochschulreife erworben werden kann.




Pädagogische Leitlinien

Wir sind eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer Grundschulempfehlung im vierten Schuljahr.

Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Interessen und Lernfähigkeiten lernen gemeinsam. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten dieselbe Chance auf schulischen Erfolg. Das Lernen voneinander und miteinander wird als Bereicherung und Motivation angesehen.

Wichtige Ziele der Arbeit sind die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in fachlicher Hinsicht, sowie die Stärkung ihrer Persönlichkeit und die Erweiterung ihrer sozialen Kompetenz. Durch eine umfassende Berufsorientierung wird den Schülerinnen und Schülern der Übergang in die Arbeitswelt erleichtert.

Unsere Gemeinschaftsschule ist eine gebundene Ganztagesschule, das heißt, an drei Nachmittagen wird gelernt, gearbeitet und Schulgemeinschaft erlebt.

Dies beinhaltet auch die Gestaltung der Mittagspause durch verschiedene Angebote, wie zum Beispiel

  • Garten und Handwerk
  • Sport
  • Kreatives Angebot
  • Schulcafé …

Unsere umfassend vorhandene Ausstattung mit Klassen-, Differenzierungs- und Fachräumen sowie Sportstätten und das Angebot eines Mittagstisches in der schuleigenen Mensa bieten optimale Voraussetzungen für eine gute Lernatmosphäre. 

1) Gemeinsames Lernen

Grundsätzlich sollen alle Schülerinnen und Schüler möglichst lange gemeinsam mit- und voneinander lernen.

So entstehen neue Formen der Lernorganisation, die es ermöglichen, die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler zu fördern und die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler mit Angeboten auf höherem Niveau zu fordern.

Dies geschieht durch Lern- und Übungsmaterialien, die sich in Umfang und Anspruch unterscheiden, durch Beratung der Lehrkräfte und durch offene Arbeitsaufträge, die den Schülerinnen und Schülern Entfaltungsspielraum lassen.

Ausgehend von einem Basiswissen sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen in unterschiedliche Richtungen erweitern. 

2) Individuelle Förderung

Die Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern sind vielschichtig.

Die lernrelevanten Unterschiede bestehen in den kognitiven Fähigkeiten, die sich im Lern- und Arbeitstempo widerspiegeln, in unterschiedlichen häuslichen Ausgangssituationen, die in Vorwissen und Arbeitshaltung wiederzufinden sind und in der Persönlichkeit, die unterschiedliche Motivationstypen repräsentieren.

Unser Ziel ist es, diese Unterschiede in der individuellen Förderung zu berücksichtigen.

Methodenvielfalt sowie eine adäquate Lernumgebung, die freies Arbeiten ermöglicht, unterstützen dieses Ziel.

Weiterhin bietet das Konzept des Individuellen Lernens den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, fachliche Inhalte gemäß ihrem Lern- und Arbeitstempo zu vertiefen.

Die Gemeinschaftsschule Meersburg strukturiert das Individuelle Lernen durch niveauangepasste Lernpläne.

Auch die Lernnachweise sind an das jeweilige Niveau der Schülerinnen und Schüler in einem Fach angepasst.

 

Konkret bedeutet das:

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in einem Fach gemeinsam einen Input in ein neues Thema.

Im Anschluss finden individualisierte Übungsphasen satt.

Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler arbeiten an einem Lernplan, der sowohl Pflichtaufgaben als auch auf drei unterschiedliche Niveaus abgestimmte Erweiterungsbereiche enthält.

Je nach Leistung oder Neigung können die Schüler von Thema zu Thema auf unterschiedlichen Niveaus arbeiten.

Zur Bearbeitung der Aufgaben stehen den Schülerinnen und Schülern das Klassenzimmer und verschiedene kleine Differenzierungsräume zur Verfügung.

Nach Absprache mit dem Lehrer können die Schülerinnen und Schüler außerhalb des Klassenzimmers arbeiten.

Der Lehrer steht als Ansprechpartner stets zur Verfügung und greift helfend oder lenkend in den Lernprozess des einzelnen Schülers ein.

Der enge Kontakt und Austausch zwischen Schüler und Lehrer steht für uns im Vordergrund.

Durch diese Arbeitsweise ist es dem Lehrer möglich, während der individuellen Arbeitsphasen mit kleinen Gruppen zusätzliche Inputs zu geben bzw. Inhalte für einzelne Schüler oder Schülergruppen nochmals zu wiederholen und zu festigen.

Auch besteht in diesen Phasen immer wieder die Möglichkeit für Einzel- bzw. Coachinggespräche, um den eigenen Lernprozess zu reflektieren und anhand von Zielvereinbarungen zu optimieren.

Zum Abschluss einer Lerneinheit wird zu einem festgelegten Zeitpunkt ein Lernnachweis auf drei unterschiedlichen Niveaus erbracht. 

3) Individuelle Schwerpunkte

Wie auf der Realschule bzw. dem Gymnasium haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu wählen.

In Klasse 5 besteht für alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in Kooperation mit dem Droste-Hülshoff-Gymnasium am Orchester teilzunehmen.

In Klasse 5 und 6 besuchen alle Schülerinnen und Schüler insgesamt vier halbjährliche Praxismodule:

  • Gesundheit, Sport und Bewegung
  • Medienbildung
  • Technik
  • Nähmaschinenführerschein

Ab Klasse 7 wählt jede Schülerin und jeder Schüler ein Wahlpflichtfach.

Zur Auswahl stehen

  • Technik
  • AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales)
  • oder Französisch – sofern der Französischunterricht bereits in Klasse 6 besucht wurde

Dieses Wahlpflichtfach wird in der Regel bis zum Abschluss der Sekundarstufe I belegt.

Wird ein Realschulabschluss angestrebt, ist das gewählte Wahlpflichtfach Bestandteil der Abschlussprüfung.

 

Weiterhin wählt jede Schülerin und jeder Schüler ab Klasse 8 ein Profilfach.

Die Schülerinnen und Schüler können sich zwischen

  • NWT (Naturwissenschaft und Technik) oder
  • Sport entscheiden.

Das Profilfach wird ebenfalls bis zum Abschluss der Sekundarstufe I beibehalten. 


Leistungsbeurteilung und Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten

Die Leistungsbeurteilung orientiert sich an den Lernzuwächsen der Schülerinnen und Schüler.

Die Lernnachweise werden nicht mit Ziffernnoten beurteilt.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine schriftliche Rückmeldung über ihre Leistung in den abgeprüften Kompetenzen.

Auch außerhalb der Zeugnistermine erhalten die Schülerinnen und Schüler regelmäßig Rückmeldungen über ihren Leistungsstand durch die Coachinggespräche.

Ihnen wird mitgeteilt, wie sie Stärken ausbauen und Defizite ausgleichen können. Darüber hinaus sucht die Schule den Schulterschluss mit den Eltern in Bezug auf Förderung ihrer Kinder.

Beispielsweise wird den Eltern dreimal jährlich die Möglichkeit geboten, sich im persönlichen Gespräch mit den Lehrern über den Leistungsstand ihres Kindes zu informieren sowie individuelle Fördermöglichkeiten zu erörtern.

 

Darüber hinaus werden die Eltern durch Begutachtung der Lerntagebücher ihrer Kinder aktiv in den Lernprozess miteinbezogen.

Auszüge aus dem Lerntagebuch:

 


Abschlüsse

Eine Festlegung, welchen Schulabschluss ein Schüler an der Gemeinschaftsschule Meersburg anstrebt, findet erst gegen Ende der Klassenstufe 8 statt.

Hierbei wird im gemeinsamen Gespräch zwischen Lehrer, Eltern und Schüler von Seiten der Schule eine Schullaufbahnempfehlung ausgesprochen.

Die Entscheidung treffen letztendlich jedoch die Eltern.

Die Hauptschulabschlussprüfung ist nach Klasse 9 oder nach Klasse 10 möglich.

Die Realschulabschlussprüfung ist nach Klasse 10 möglich. 


Übergang auf andere Schulformen

Zum Ende jedes Schuljahres ist ein Wechsel auf die Werkrealschule, die Realschule oder das Gymnasium möglich, sofern die Aufnahmebedingungen der jeweiligen Schulart / Schule erfüllt sind.

In Meersburg besteht zudem die Möglichkeit nach Klasse 6 bzw. 10 auf das Aufbaugymnasium des Droste -Hülshoff-Gymnasiums zu wechseln


Berufsorientierung

Die Sommertalschule bietet eine umfassende Berufsorientierung.

Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Berufsfindungsprozess durch ein breit gefächertes Angebot, welches viele verschiedene Formen der praktischen Berufserfahrung bietet. 

Siehe Grafik: