Start zur Erweiterung der SOmmertalschule

 

Bei einer kleinen Feier ist der Grundstein zur Erweiterung der Sommertalschule in Meersburg gelegt worden. In einem Neubau wird auch eine neue Mensa mit 95 Sitzplätzen geschaffen. Die Schüler sollen nach den Sommerferien 2019 in den Neubau einziehen können. Die Stadt investiert in die gesamten Baumaßnahmen an der Schule insgesamt 8,3 Millionen Euro.

 

von Sylvia Floetemeyer

Der Grundstein für die Erweiterung der Sommertalschule ist gelegt. Nach den Sommerferien 2019 sollen die Schüler den Neubau inklusive neuer Mensa, die 95 Plätze haben und in zwei Schichten bedient werden wird, nutzen können. Insgesamt investiert die Stadt Meersburg als Schulträgerin rund 8,3 Millionen Euro in die teils bereits abgeschlossene Sanierung der Schule und Sporthalle sowie die Erweiterung der Grund- und Gemeinschaftsschule. Letzteres ist die Einrichtung seit 2013 und gehört somit zur Startgeneration der neuen Schulart. Mit der Entscheidung dafür war die Stadt die Verpflichtung eingegangen, die für eine Gemeinschaftsschule zusätzlich nötigen Räume zu schaffen.

 

Seit Start der Gemeinschaftsschule 30 Prozent mehr Schüler

 

An diese Vorgeschichte erinnerte Bürgermeister Robert Scherer bei der Grundsteinlegung. Die Erweiterung sei "ein weiterer großer Schritt in Meersburg". Die Entwicklung der Schülerzahlen, die im Gemeinderat angesichts der großen Investitionen immer wieder kritisch hinterfragt wird, sei positiv, hob Scherer hervor. Sie liege in der Sekundarstufe I, also den Klassen 5 bis 10, im laufenden Schuljahr bei 160 und sei im Vergleich zum Schuljahr 2012/13, dem ersten Jahr der Gemeinschaftsschule, um rund 30 Prozent gestiegen.

 

Rund die Hälfe der Schüler machen Realschulabschluss

 

Dieses Jahr verlasse der Starterjahrgang die Schule, davon rund die Hälfte der Schüler mit dem Realschulabschluss. Das wertete Scherer als Erfolg und verwies auf den scheidenden Schulleiter Jürgen Ritter, der 1989 die Schulleitung übernommen habe und in seinem letzten Jahr "jetzt die erste Klasse mit Realschulabgängern verabschieden kann".

 

Sommertalschule kooperiert mit Droste-Hülshoff-Gymnasium

 

Neben Ritter verfolgten die Grundsteinlegung auch Philipp Strack, Leiter des staatlichen Droste-Hülshoff-Gymnasiums, mit der die Gemeinschaftsschule kooperiert, sowie Jacqueline Alberti, Bürgermeisterin von Daisendorf, dessen Grundschüler nach Meersburg gehen. Architekt Tobias Müller dankte der Stadt für ihr Vertrauen und der Schule für "das gute Miteinander" bei einer Maßnahme, die immerhin zweieinhalb Jahre dauere.

 

Schulchor singt Lieder bei Feier

 

Die schönste Rolle hatten bei der Grundsteinlegung aber Schüler der ersten bis vierten Klasse – im doppelten Sinn. Zum einen künstlerisch: So verschönte der Schulchor unter der Leitung von Ute Eisenhardt-Siever die Feier mit zwei flotten Liedern. "We have a dream, wir sind ein Team", hieß der Refrain des ersten Titels, mit dem zweiten stimmten die Kinder alle schon mal auf die Sommerferien ein. Außerdem lasen Lara Drewing und Fabienne Walter ein Gedicht vor, an dessen Ende sie versprachen: "Wir wünschen allen Handwerkern und Planern weiter gutes Gelingen und werden ihnen zur Eröffnung dann ein Liedchen singen." A

 

Auch eine SÜDKURIER-Ausgabe im Grundstein

 

Außerdem versenkten Schüler eine Rolle im Grundstein, die Dokumente für die Nachwelt enthält, darunter Ratsbeschlüsse, Baupläne, eine Lehrerliste, eine SÜDKURIER-Ausgabe und die Broschüre "Bildungswege Baden-Württemberg".

 

Schulerweiterung

 

Die Sommertalschule wird derzeit auf der Nord- und Westseite um einen dreigeschossigen flachen Anbau erweitert, in dessen Erdgeschoss eine Mensa eingerichtet wird. Die Fläche des Neubaus beträgt 1061 Quadratmeter. Außerdem wird die Pausenhalle aufgestockt. Entlang der Nordseite entstehen weitere Räume. Die Gesamtmaßnahme, die mit der Erneuerung der Südfassade begonnen hatte, soll 2020 abgeschlossen sein. Die Stadt rechnet derzeit mit Zuschüssen von rund 3,8 Millionen Euro bei einer Gesamtinvestitionssumme von 8,3 Millionen Euro, inklusive Halle.

 

Quelle: https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/Start-zur-Erweiterung-der-Sommertalschule;art372486,9802187


Kontroverse Diskussion um Bauarbeiten für Gemeinschaftsschule

Der zweite Bauabschnitt der Erweiterung der Gemeinschaftsschule Meersburg steht an. Die Gemeinderäte diskutierten die Arbeitsvergabe kontrovers, da gegenüber einer ersten Berechnung die Kosten gestiegen sind. Mehrheitlich stimmten die Räte am Ende aber der Vergabe von Aufträgen für 3,3 Millionen Euro zu. Baustart soll am 5. März 2018 sein.

Beim Großprojekt Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule für insgesamt rund 6,8 Millionen Euro steht nun der zweite Bauabschnitt an.

Beim Großprojekt Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule für insgesamt rund 6,8 Millionen Euro steht nun der zweite Bauabschnitt an. | Bild: Sylvia Floetemeyer

 

Für die Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule hat der Gemeinderat Arbeiten für 13 Gewerke mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Millionen Euro vergeben. Elf Räte stimmten für die Vergabe, sieben dagegen, darunter die vier Vertreter der Freien Wähler. Deren Sprecher Markus Waibel erklärte, man wolle nicht über eine so hohe Summe entscheiden, ohne zuvor eine Extrasitzung inklusive aller Zahlen zur Schulentwicklung absolviert zu haben. Auch Werner Endres und Georg Dreher (beide CDU) lehnten die Vergabe aus Kostengründen ab. Außerdem stimmte Alexandra Mahl (Umweltgruppe) mit Nein.

 

Den Baubeschluss hatte der Rat Ende 2016 gefällt. Darauf verwiesen sowohl Werner Endres als auch Bernd Engesser vom Bauamt. Letzterer zeigte sich ob der jetzigen Widerstände "leicht geschockt". Er betonte ebenso wie Architekt Tobias Müller, dass man den Zeitplan nur einhalten könne, wenn man wie vorgesehen am 5. März beginne. Müller erinnerte: "Die Räume werden im Sommer 2019 gebraucht." In den Sommerferien 2018 solle das Dach gemacht werden. "Das schaffen wir nur, wenn wir jetzt anfangen."

So soll die Sommertalschule künftig aussehen: links im Bild der Anbau inklusive Mensa. Mit den Bauarbeiten für den Anbau soll am 5. März begonnen werden.

So soll die Sommertalschule künftig aussehen: links im Bild der Anbau inklusive Mensa. Mit den Bauarbeiten für den Anbau soll am 5. März begonnen werden. | Bild: Planungsbüro MMP

 

Vorab hatte Müller erläutert, dass die Kosten im Vergleich zu der 2016 erfolgten Berechnung rund 347 000 Euro höher lägen. Durch Einsparungen könne man die Mehrausgaben auf 203 000 Euro reduzieren. Letztere ergeben sich laut Fachplaner Francesco Amato etwa durch stark gestiegene Stahlpreise für die rund 380 000 Euro teure Lüftungsanlage. Zu Buche schlagen laut Müller auch Wartungsarbeiten. Diese gehörten aber sowieso nicht in eine Kostenberechnung, die immer eine Mischkalkulation sei. Georg Dreher (CDU) beschwichtigte das alles nicht. Er befürchtet, die Kosten für die Schule könnten letztlich "wohl 7 Millionen Euro überschreiten." Das gehe so nicht, er verlange von Müller Vorschläge für weitere Einsparungen.

 

Peter Krause (Umbo) erinnerte hingegen daran: "Es gibt 50 Prozent Zuschuss und wir investieren in ein städtisches Gebäude", das man in der Vergangenheit vernachlässigt habe. Das Thema müsse man unabhängig von der Schulentwicklung sehen. Ulrike Wirbatz (SPD) stimmte Krause zu, verwies auf steigende Kinderzahlen und den wachsenden Bedarf an Ganztagsbetreuung und betonte: "Das muss es uns wert sein." Michael Gilowsky (Umbo) bescheinigte Müller gute Arbeit. Die Preissteigerungen seien dem Markt geschuldet. Gilowsky: "Wir können nicht auf dem Architekten rumhacken, dass er das gemacht hat, was wir ihm gesagt haben." Monika Biemann (Umweltgruppe) erkundigte sich nach der Höhe der Zuschüsse. Engesser informierte, 3,544 Millionen Euro seien rechtlich verbindlich zugesagt. Waibel wollte wissen: "Bei welcher Auslastung der Schule?" Engesser: "Eineinhalb(zügig)."

 

Bürgermeister Robert Scherer sagte, er verstehe die Bedenken, unterstrich aber ebenfalls, es gehe um ein städtisches Gebäude, das man auch für andere Zwecke als eine Schule nutzen könnte. Und, so Scherer: "Wir wissen nicht, wie es in fünf Jahren mit Zuschüssen aussieht." Fazit: "Wir sollten diesen Bau jetzt vorantreiben." Zu Dreher, der gemeint hatte, es gehe um das Geld der Bürger, sagte Scherer: "Ich gebe Ihnen Recht, sage aber auch: Hier geht's um unsere Kinder."

Bauarbeiten und Verkehr

 

Die Arbeiten an der Sommertalschule starten am Montag, 5. März. Während der Baumaßnahme, die voraussichtlich bis Februar 2020 dauert, ist die Verkehrsführung geändert, teilt die Stadtverwaltung mit. So gilt ein Durchfahrtsverbot ab der letzten Einfahrt zum Sommertalparkplatz. Eltern, die ihre Kinder bringen, müssen ihr Auto auf dem Parkplatz abstellen. Die Zufahrt für Anwohner ist gewährleistet. Mitglieder des TuS und des Tennisclubs dürfen per pauschaler Ausnahmegenehmigung bis zum Sportplatz und Tennisheim fahren. Die Busschleife wird während der Bauzeit als Pausenhof genutzt und abgesperrt. Für den weiteren Bereich der Schützenstraße gelten beidseitig Halteverbote. Bei Fragen können sich Bürger an den Gemeindevollzugsdienst wenden, Telefon 0 75 32/44 01 13.

 

Quelle: https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/meersburg/Kontroverse-Diskussion-um-Bauarbeiten-fuer-Gemeinschaftsschule;art372486,9627734


Gemeinderat stimmt Mensa für Sommertalschule zu

  Die Sommertalschule in Meersburg wird nun doch zeitnah eine Mensa erhalten. Dem stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu. Im Zuge der Schulerweiterung, die bis 2020 abgeschlossen sein wird, wird jetzt auch eine Mensa gebaut. Dafür muss die Stadt 210 000 Euro selbst finanzieren.

 

Dem Bau einer Schulmensa hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit zugestimmt. Das Gremium entschied sich bei der jüngsten Sitzung mit 14 Ja-Stimmen, die Mensa, die ursprünglich nur als künftige Option anvisiert war, bei der anstehenden Erweiterung der Sommertalschule gleich in den geplanten Erweiterungsbau zu integrieren. Mit Nein votierten Julia Naeßl-Doms, Georg Dreher, Werner Endres und Peter Schmidt (alle CDU). Jürgen Otterbach (CDU) enthielt sich. Außerdem beschloss der Rat, dass die Südfassade der Schule einen Putzanstrich erhalten wird.

 

Die Entscheidung für die Mensa fiel, nachdem Architekt Tobias Müller seine Vorschläge nochmals überarbeitet hatte. Er kam zu dem Ergebnis, dass man auf einen Aufzug und eine Treppe verzichten und so die Kosten auf 468 000 Euro senken könne. Bei einem voraussichtlichen Zuschuss von 257 600 Euro müsste die Stadt noch 210 400 Euro selber zahlen. Die Mensa soll im Rahmen der Gesamtmaßnahme bis 2020 fertig sein, antwortete Müller auf Nachfrage von Boris Mattes (SPD).

 

Der neue Bürgermeister Robert Scherer, vom Rat um seine Meinung gefragt, sagte: „Das ist eine einmalige Chance, mit Fördermitteln und relativ geringen Kosten eine Mensa zu erstellen. Ich glaube, dass das eine sehr gute und zukunftsweisende Entscheidung für die Schule und den Hort ist.“

 

Julia Naeßl-Doms hatte zu Beginn der Debatte wegen der Kosten Bedenken geäußert und fragte, wie es denn um die künftigen Schülerzahlen der Gemeinschaftsschule bestellt sei. Bernd Engesser vom Bauamt erinnerte daran, dass der Schulrat, der vor einiger Zeit das Gremium besucht hatte, „diese doch recht positiv dargestellt hat“. Schulleiter Jürgen Ritter sagte, die von Naeßl-Doms eingeforderten Schülerzahlen für das kommende Schuljahr lägen noch nicht vor, da die Anmeldungen noch liefen.

 

Markus Waibel (FW) meinte: „Ein Bauprojekt von 6,5 Millionen Euro macht Sorgen.“ Er könne Naeßl-Doms gut verstehen, man brauche schnellstmöglich die Zahlen der Gemeinschaftsschüler. Darüber zeigte sich Ulrike Wirbatz (SPD) verwundert, denn in der Mensa der „einzigen Schule, auf die wir Einfluss haben“, würden ja auch die Grundschüler versorgt. „Die Hortkinder essen da auch“, ergänzte Schulleiter Jürgen Ritter. Außerdem berichtete Ute Rose von der Stadtverwaltung, die Geburtenzahlen stiegen momentan leicht und die Zahl der Kinder in der Ganztagsbetreuung nehme immens zu.

 

Der Schulleiter gestand: „Am Anfang waren wir nicht glücklich über die Mensa.“ Denn nach dem ursprünglichen Plan hätte die Schule mindestens einen Raum verloren. Das sei bei der jetzigen Lösung, die eine eingeschossige Mensa im Erdgeschoss vorsieht, nicht mehr der Fall. Jürgen Ritter sagte, er könne sich den Mittagstisch weiterhin in der Sommertalhalle vorstellen. Über den Bau einer Mensa müsse der Rat entscheiden. Peter Schmidt (CDU) wollte daraufhin den Beschluss noch einmal vertagen, zog seinen Antrag aber zurück. Waibel gab zu bedenken, auch die Sommertalhalle müsste ertüchtigt werden, diese Kosten müsste man auch berücksichtigen.

 

Anders als bei der Mensa stießen die Vorschläge des Architekten für die künftige Gestaltung der Südfassade beim Rat auf große Ablehnung. Weder Faserzementtafeln noch Klinkerriemen fanden Gefallen. Waibel, von Beruf Maler, lehnte eine „graue Fassadenburg“ rundweg ab, auch wenn Peter Krause (Umbo) und der Architekt bezweifelten, dass schulische Leistungen von Farbe abhingen. Putz sei die günstigste Lösung, die er aber nicht empfehle, sagte Müller auf Nachfrage von Heidrun Funke (Grüne). Funke stellte dennoch den Antrag für einen Putzaufstrich, dem der Rat mit großer Mehrheit zustimmte.

Schulerweiterung

 

Die Sommertalschule wird auf der Nord- und Westseite um einen dreigeschossigen flachen Anbau erweitert. In dessen Erdgeschoss ist die Mensa vorgesehen. Außerdem wird die Pausenhalle aufgestockt. Entlang der Nordseite entstehen weitere Räume. Die Fläche des Neubaus beträgt nun inklusive Mensa 1061 Quadratmeter. Die Gesamtkosten aller sechs bisher geplanten Bauabschnitte, inklusive diverser Sanierungsmaßnahmen, die 2020 abgeschlossen sein sollen, steigen mit dem Mensabau auf jetzt rund 6,83 Millionen Euro. Die Stadt erwartet Zuschüsse von insgesamt rund 3,55 Millionen Euro. Die Kosten werden auf die Jahre 2016 bis 2020 verteilt. (flo)

 

 Link zum Artikel:

 

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/meersburg/Gemeinderat-stimmt-Mensa-fuer-Sommertalschule-zu;art372486,9206384

Ja zu Erweiterungs-Entwurf für Meersburger Sommertalschule

(28.09.2016) Der Meersburger Gemeinderat stimmt dem Plan und den Kosten für die Erweiterung zu. Die Maßnahme verschlingt rund 4,4 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit 3,3 Millionen Euro Zuschüssen

So soll die Vorderseite der erweiterten und umgebauten Meersburger Sommertalschule aussehen. Der Anbau, in dem Bürgermeister und Räte auch die Option für eine Mensa haben möchten, ist links zu sehen.

So soll die Vorderseite der erweiterten und umgebauten Meersburger Sommertalschule aussehen. Der Anbau, in dem Bürgermeister und Räte auch die Option für eine Mensa haben möchten, ist links zu sehen. | Bild: Planungsbüro mmp

 

Die Sommertalschule soll erweitert und umgebaut werden, zunächst für rund 4,441 Millionen Euro. Der Gemeinderat bewilligte die von Architekt Tobias Müller vorgestellte Planung und Kostenberechnung und beauftragte die Verwaltung, den Antrag für die Schulbauförderung zu stellen. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen von rund 3,32 Millionen Euro.

 

Obwohl es noch nicht um den Baubeschluss ging, entspann sich im Gremium eine rege Diskussion. Dabei standen die Kosten im Mittelpunkt sowie die Frage, wie sicher der Schulstandort Meersburg sei. Bürgermeister Martin Brütsch sagte, derzeit sei die Gemeinschaftsschule "eineinhalbzügig". Er betonte: "Wenn man von Investitionen von rund sechs Millionen Euro ausgeht, dann muss der Schulstandort auch garantiert sein."

 

Entsprechende Fragen richteten sich an Kurt Caspari vom Schulamt Markdorf, der der Sitzung beiwohnte. Eine verbindliche Antwort konnte Caspari, dem vor allem Heidrun Funke (Grüne) zusetzte, nicht geben. Das Schulamt sei neutral. Was die politische Lage angehe, sehe es so aus, "dass der Standort gesichert ist".

 

Das Schulamt schätze die Meersburger Gemeinschaftsschule. Allerdings, so Caspari: "Wir können nur empfehlend auf Meersburg hinweisen, aber Einfluss auf die Eltern haben wir nicht.

 

" Er erklärte, wenn es an einer Gemeinschaftsschule zweimal hintereinander einen Eingangsjahrgang mit unter 16 Schülern gebe, "dann soll die Schule auslaufen". Doch derzeit gebe es keine neuen Anträge auf Gemeinschaftsschulen, und wenn er den Meersburger Entwurf sehe, dann sei es schon "eine attraktive Sache, Schüler hierher zu schicken".

 

Markus Waibel (FW) meinte: "Als wir uns für die Gemeinschaftsschule entschieden, war klar, dass wir uns auch für eine Erweiterung entschieden haben." Es sei gut, dass man den anstehenden Neu- und Umbau auf drei Haushaltsjahre verteilen könne. Peter Schmidt (CDU) befürchtete jedoch, dass drei Jahre nicht reichten, da in der Stadt auch "andere Baustellen wie Therme und Flüchtlingsunterkunft anstehen". Er fragte den Architekten, ob sich die Bauabschnitte nicht stecken ließen. Müller meinte, eine "Feinjustierung" wäre denkbar. Georg Dreher (CDU) sagte: "Ich bin überzeugt, dass wir noch einiges einsparen können." Ihm sei die Planung zu teuer, er werde nicht zustimmen. Michael Gilowsky (Umbo) meinte, der Architektur könne er "voll zustimmen". Mit den Kosten habe er auch Probleme, doch "wenn sie in diesem Rahmen bleiben, bin ich rundum zufrieden".

 

Brütsch unterstrich: "Im Moment geht es darum, dass wir auf jeden Fall den Antrag für den Zuschuss haben." Er hob hervor, dass der Auswärtigenanteil in der Gemeinschaftsschule bei über 50 Prozent liege und äußerte die Hoffnung, dass eine kommunenüberschreitende Finanzierung künftig geregelt werde. Auch beherbergt die Schule derzeit zwei Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge, in denen es noch "Luft gibt", sagte Rektor Ritter auf Brütschs Nachfrage. "Mehr als zwei können wir schon wegen der Raumsituation nicht bilden", so Ritter.

 

Monika Biemann (Umweltgruppe) meinte, um den Schulstandort zu sichern, "haben wir gar keine andere Wahl als die Erweiterung". Ulrike Wirbatz (SPD) meinte, auch eine Mensa sei in Zukunft ein Thema und widersprach damit Biemann, die diese als verzichtbar unter "Wunschkonzert" angeführt hatte.

 

Für die zunächst anstehende Erweiterung sieht der Zeitplan so aus: Bei einem Baubeschluss im November 2016 könnte der Neubau ab Januar 2019 nutzbar sein, der zweite, aufgestockte und umgebaute Teil ab Dezember 2019.

 

Georg Dreher und Werner Endres (beide CDU) stimmten mit Nein, Funke enthielt sich der Stimme.

 

Ferner informierte Müller, dass man während der Sommerferien im ersten Bauabschnitt bereits einen Fluchtsteg am Pavillon sowie, im Schulinnern, sogenannte Lerninseln eingebaut habe.

Schulerweiterung

 

Die Pläne sehen auf der Nord- und Westseite einen dreigeschossigen, flachen Baukörper vor. Außerdem soll die Pausenhalle aufgestockt werden. Entlang der Nordseite sollen weitere Räume entstehen. Die Programmfläche des Neubaus beträgt 941 Quadratmeter. Die Umbaufläche liegt bei 1000 Quadratmetern. Die Maßnahmen kosten 4,441 Millionen Euro. Zusätzlich stehen Sanierungs- und Brandschutzarbeiten für weitere 1,92 Millionen Euro an. Künftige Optionen wären die Erweiterung der Grundschule zur Ganztagsgrundschule für rund eine Million Euro sowie der Neubau einer Mensa für rund 1,4 Millionen Euro. Unterm Strich kostet das Gesamtpaket 8,5 Millionen Euro. (flo)

 

Link zum Artikel:

 

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/meersburg/Ja-zu-Erweiterungs-Entwurf-fuer-Meersburger-Sommertalschule;art372486,8925181