Gemeinschaftsschule Sekundarstufe

Grundkonzept

Die Gemeinschaftsschule an der Sommertalschule in Meersburg ist eine weiterführende Schule, die für alle Kinder aus Meersburg und der Region den bestmöglichen Schulabschluss anbietet und eine optimale Vorbereitung auf Beruf, Studium und /oder Arbeitswelt ermöglicht.

 

Diese Schule hat eine Schülerschaft, die in vielerlei Hinsicht sehr verschieden und in ihren Begabungen breit gestreut ist. Diese Vielfalt wird als Reichtum verstanden und bewusst zum Ausgangspunkt der schulischen Prozesse gemacht.

 

Grundlegendes Prinzip ist es, die Lernchancen für alle Schüler offen zu halten. Wichtige Ziele der Arbeit sind die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in fachlicher Hinsicht, die Stärkung ihrer Persönlichkeit und die Erweiterung ihrer sozialen Kompetenz.

Die Gemeinschaftsschule ist eine gebundene Ganztagesschule, die Vormittags- und Nachmittagsangebote rhythmisiert und durch Kooperationen mit Vereinen und Verbänden unterstützt wird.

Die umfassend vorhandene Ausstattung mit Fachräumen und Sportstätten, sowie das Angebot eines Mittagstisches bieten optimale Voraussetzungen für eine gute Lernatmosphäre.

 

Die Gemeinschaftsschule führt zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe 1 mit den Anschlussmöglichkeiten der Ausbildung im dualen System ebenso wie der gymnasialen Oberstufe. Gleichzeitig wird den Schülerinnen und Schülern durch umfassende Berufsorientierung der Übergang in die Arbeitswelt erleichtert.

 

Bilder der ersten Gemeinschaftsschüler

Pädagogische Zielsetzungen

Leitziele

Die Gemeinschaftsschule an der Sommertalschule Meersburg ist eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer Schulartempfehlung zum Ende der Grundschulzeit. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Interessen und Lernfähigkeiten lernen gemeinsam. In dieser Heterogenität sind Toleranz, Respekt und Vertrauen die Voraussetzungen für ein produktives, erfolgreiches sowie kooperatives und gewaltfreies Schulleben. Um die Schule zu einem Ort der Identifikation werden zu lassen, der demokratisches Denken und Handeln fördert, müssen Abläufe und Schulstrukturen für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar sein.

 

Ziele

  • Stärkung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler
  • Weiterentwicklung zum selbständigen  und eigenverantwortlichen Lernen
  • Hinführen zum bestmöglichen Schulabschluss, bezogen auf alle Schularten
  • Unterstützung bei der Orientierung zur Berufswahl und weiteren Ausbildungsplanung

 

Gemeinsames Lernen

Grundsätzlich sollen alle Schülerinnen und Schüler möglichst lange gemeinsam mit- und voneinander lernen. Es werden neue Formen der Lernorganisation entstehen, die es ermöglichen, die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Leistungsstarken mit Angeboten auf höherem Niveau zu fordern. Dies geschieht durch Lern- und Übungsmaterialien, die sich in Umfang und Anspruch unterscheiden, durch Beratung der Lehrkräfte und durch offene Arbeitsaufträge, die den Schülerinnen und Schülern Entfaltungsspielraum lassen. Ausgehend von einem Basiswissen sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Sach-, Methoden- und Sozialkompetenzen in unterschiedliche Richtungen erweitern.

 

Individuelle Förderung

Die Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern sind vielschichtig. Die lernrelevant entscheidenden Unterschiede bestehen in den kognitiven Fähigkeiten, die sich im Lern- und Arbeitstempo widerspiegeln, in unterschiedlichen häuslichen Ausgangslagen, die in Vorwissen und Arbeitshaltung wiederzufinden sind, und in der Persönlichkeit, die die unterschiedlichen Motivationstypen erklären. Ziel muss es sein, diese Unterschiede in der individuellen Förderung zu berücksichtigen. Methodenvielfalt sowie eine adäquate Lernumgebung, die freies Arbeiten ermöglichen, unterstützen dieses Ziel. Inhalte, Methoden und Materialien werden durch Fachkonferenzen, orientiert an den Bildungsstandards und den Curricula der einzelnen Fächer im Hinblick auf die heterogene Zusammensetzung der Klassen erarbeitet.

 

Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung

Eine veränderte Unterrichtskultur erfordert neue Akzente in der Leistungsdokumentation und Leistungsbeurteilung. Wichtig ist dabei die Orientierung an den Lernzuwächsen der SchülerInnen. In einer solchen Lernatmosphäre muss es auch klar ausgewiesene bewertungsfreie Zeiten während den Lernphasen geben. In die Leistungsbeurteilung fließen Portfolios, Kompetenzraster und Jahrgangsarbeiten ein.

 

Klassenarbeiten und andere schriftliche Leistungsnachweise sind nach Anspruchsebene (Niveau) differenziert. Die Schüler können auf drei Niveaustufen arbeiten

 

  • Grundlegendes Niveau
  • Mittleres Niveau
  • Erweitertes Niveau

 

Auch außerhalb der Zeugnistermine erhalten die Schüler/innen regelmäßig Rückmeldungen über ihren Leistungsstand. Ihnen wird mitgeteilt, wie sie Stärken ausbauen und Defizite ausgleichen können. Dabei werden Eltern mit einbezogen. Dies versteht die Schule als Element einer sich entwickelnden Feedbackkultur.

 

  • Es werden keine Ziffernnoten erteilt.
  • Es gibt keine Versetzungsentscheidung, d.h. Sitzenbleiben ist nicht möglich.

 

Abschlüsse

Nach der Vorbereitung auf den entsprechenden Niveaustufen können sich die Schülerinnen und Schüler für einen der möglichen Abschlüsse entscheiden.

 

Die Hauptschulabschlussprüfung ist nach Klasse 9 oder nach Klasse 10 möglich.

Die Realschulabschlussprüfung ist nach Klasse 10 möglich.

 

Übergang auf andere Schulformen:

 

  • Zum Ende jedes Schuljahres möglich auf die Realschule oder das Gymnasium (Aufbaugymnasium) zu wechseln.
  • Noten anhand der Umrechnungstabelle
  • Beratungsgespräch mit Hilfe verschiedener Kompetenzraster und der Noten
  • Übergang in die Sekundarstufe II nach Klasse 10 (bei bestandener Mittlerer Reife) möglich

 

LernCoaching

In einer Gemeinschaftsschule ist das sogenannte LernCoaching ein wesentliches Element im schulischen Alltag und in der individuellen Begleitung eines Schülers. In den Coachinggesprächen geht es um den Aufbau und die Verbesserung individueller Kompetenzen, um Lernprozesse und um persönliche Angelegenheiten.

 

Es ist eine individuelle Beratungsform unter gleichberechtigten Gesprächspartnern, wobei die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche des Schülers im Vordergrund stehen. Diese Gespräche können mit einzelnen Schülern, aber auch in Kleingruppen stattfinden. Die Coachinggespräche führen in der Regel die Lernbegleiter der Lerngruppen.

 

Wichtige Fakten

In einer Gemeinschaftsschule können die Schüler nach der Grundschulzeit weiter gemeinsam lernen. Kein Kind wird aussortiert, sondern voneinander und miteinander Lernen wird als Bereicherung und Motivation angesehen. Der Unterricht orientiert sich an den Bildungsplänen der Realschule. Mittlere Reife, Hauptschulabschluss und Abitur in weiterführenden Schule (Gymnasium, Fachliches Gymnasium) sind möglich. Individuelle Förderung und Selbstorganisiertes Lernen (SOL) stehen im Zentrum der schulischen Arbeit.Die Gemeinschaftsschule ist eine gebundene Ganztagesschule, d.h. an drei Nachmittagen wird gelernt, gearbeitet und Schulgemeinschaft erlebt.

 

Zielsetzung des Individuellen Lernens

Fachkompetenz

Erreichen Individueller Niveaustufen

  • Stärken hervorheben
  • Leistung fordern
  • Lernen fördern
  • Berufsorientierung

Methodenkompetenz

  • Selbsteinschätzung
  • Motivation
  • Konzentration
  • Ausdauer
  • Verhalten
  • Zeiteinteilung
  • Problemlösefähigkeit
  • Eigeninitiative
  • Selbstvertrauen
  • Verantwortung

Mögliche Unterrichtsstruktur mit Erläuterungen

 

Zeitliche Strukturierung

  • Klar strukturierte Unterrichtswoche
  • 3 Unterrichtsblöcke am Vormittag, unterbrochen von zwei großen Bewegungspausen
  • Ganztagesunterricht an drei Tagen
  • Mittagspause mit Mittagessen und Betreuung (Möglichkeit für Bewegungsangebote)

 

Inhaltliche/organisatorische Strukturierung

  • Diese teilen sich die Hauptfächer (rot) und das IL (orange).
  • Individuelles Lernen als Kern-Arbeitsphasen
  • In den restlichen Fächern (grün) gilt das Fachlehrerprinzip. Es werden verstärkt offenere Arbeitsformen eingesetzt.

 

Die Arbeit im IL (Individuelles Lernen) erfolgt aufgrund von individuellen Arbeits- und Wochenplänen. Die Dokumentation des Lernens erfolgt mit Hilfe von Lerntagebüchern. IL am Dienstagnachmittag dient Förder- und Fordermaßnahmen (DaZ, Dyskalkulie, LRS) und dem Methodentraining.

 

Offene Angebote ermöglichen den Kindern, ihre eigenen Interessen entfalten zu können.

 

Wahlpflichtfach

Ab Klasse 7 wählt jede Schülerin/ jeder Schüler sein Wahlpflichtfach. Er/ sie kann sich entscheiden zwischen Französisch, Mensch und Umwelt oder Technik. Dieses Fach wird dann in der Regel bis zur Klasse 10 belegt.

 

Profilfach

Ab der Klasse 8 wählt jede Schülerin/ jeder Schüler das Profilfach. Die Schüler können Naturwissenschaftliches Arbeiten oder eines der Fächer Sport, Musik oder Kunst wählen. Das Profilfach wird ebenfalls bis zur Klasse 10 beibehalten.

 

Lernbegleitung

Gemeinsamer Wochenstart

Überblick über die kommende Woche

Inhaltliche Planung der Woche

Aufgabenverteilung/Terminbesprechung

Konkretisierung der Zielsetzungen aus der vergangenen Woche

 

Gemeinsamer Wochenschluss im Klassenrat

Reflexion der Woche (Inhalt, Lern- und Arbeitsverhalten)

Besprechung und Reflexion des Sozialverhaltens und von klassenspezifischen Themen

Gemeinsame Zielsetzungen für die kommende Woche

 

Offenes Angebot

Sport (Leichtathletik, Fussball, Badminton, Basketball)

Kochen & Backen

Kunstwerkstatt

Projektchor

Spiele erfinden

StreetArt

 

Berufsorientierung