Gemeinschaftsschule Primarstufe

Die Einschulung

Die Einschulung findet in der Regel am Donnerstag nach den großen Ferien statt.  In der Festhalle werden die Schulanfänger vom Schulleiter der Schule begrüßt. Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse begrüßen alle Schulanfänger mit einer kleinen Aufführung. Anschließend gehen die Schulanfänger mit ihrem Klassenlehrer/ ihrer Klassenlehrerin ins Schulgebäude, wo sie ihre erste Schulstunde erleben.

 

Kinder bei der Einschulung
Kinder bei der Einschulung

Die Paten

Jedem Erstklässler wird ein Pate aus einer zweiten Klasse zuegeteilt. Die Paten begleiten die Schulneulinge durch die ersten Wochen. Sie begleiten sie im Unterricht und gehen mit ihnen in die Pause. Sie sind direkte Ansprechpartner und erleichtern so den Erstklassenkindern den Schulstart. Durch diese Aufgabe werden die Kinder der 2. Klasse auf ihre neue Rolle vorbereitet, nämlich Verantwortung zu übernehmen. Dadurch gewinnen sie an Selbstvertrauen.

 

Rhythmisierter Vormittag

Bei uns gibt es keine kleinen Pausen. Unterricht findet in Blöcken statt. Dazwischen gibt es eine Vesperpause und 2 Bewegungspausen. Die Stundenplangestaltung berücksichtigt, dass die freie Arbeit vor der Pause und der fächerübergreifende Unterricht nach der Pause stattfinden können. So erleben die Kinder einen Rhythmus im Tages- und Wochenablauf, der ihnen hilft sich zu orientieren.

 

Klassenlehrerprinzip

Wichtiges Prinzip unserer unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit ist das Klassenlehrerprinzip. Klassenlehrerinnen und –lehrer stellen dabei konstante Bezugspersonen dar, die den Aufbau verlässlicher und tragfähiger Beziehungen erleichtern. Sie sind dabei sowohl Vertrauenspersonen als auch Erziehende im Sinne des besonderen Bildungs- und Erziehungsauftrags der Grundschule. Es ist somit möglich, den Schülern ein Höchstmaß an Klarheit, Stabilität, Konsequenz und emotionaler Verlässlichkeit zu bieten. Dies ist von besonderer Bedeutung, da Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf klare, transparente Strukturen im Tagesverlauf sowie im persönlichen Umgang benötigen, um ihnen den Aufbau sozial kompetenter Verhaltensweisen zu ermöglichen und ihr Lern- und Arbeitsverhalten zu fördern.

 

Dadurch dass die Steuerung sämtlicher Lernprozesse in einer Hand liegt, wird erhöhte Flexibilität in Auswahl, Verteilung und Durchführung der Lerninhalte ermöglicht. Der Klassenlehrer kann somit besser auf individuelle Bedürfnisse, momentane Stimmungen und aktuelle Geschehnisse in der Klasse eingehen. Fächerübergreifender Unterricht kann einfacher realisiert werden, ohne dass umfangreiche Absprachen nötig sind. Heranführen an offenere Arbeitsformen und die Stärkung von Selbstständigkeit kann als durchgängiges Prinzip in allen Fächern verwirklicht werden (und geschieht nicht fach- bzw. personenbezogen).

 

Klassengemeinschaft zu stärken und die Integration aller Schüler in die Gruppe zu  forcieren ist besonders wichtig um innerhalb der Klasse eine gute Lernatmosphäre zu ermöglichen. Die Installation nachhaltiger Förderangebote in diesem Bereich gelingt am besten durch die Klassenlehrer

 

Der Elternarbeit

Die Rolle des Klassenlehrers beinhaltet neben dem Unterrichten vielfältige weitere Aufgabenfelder:

 

  • regelmäßiger Kontakt zu Eltern und anderen Erziehungsberechtigten, Institutionen etc. (Elternsprechtag, Elterngespräche, Gespräche mit dem Kindergarten, Gespräche mit den Kooperationslehrern der Förderschule oder der Schule für Erziehungshilfe,…)

  • Rückmeldungen über das Mitteilungsheft bzw. telefonisch
  • Organisation und Durchführung von Festen, Feiern, Ausflügen und Klassenfahrten
  • Bündelung von Verwaltung und Dokumentation (Klassenbuch, Förderpläne, Aktennotizen, Gesprächsprotokolle, Elternbriefe, Zeugnisse)

 

Die tägliche Freiarbeit

„Die Lernhandlung erlaubt nicht nur, sie verlangt Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Selbstkontrolle (selfdirection)." Der Unterricht beginnt in der Regel mit der Freiarbeit. Hier finden die Kinder eine vorbereitete Umgebung vor, die auf ihre Interessen und Lernbedürfnisse ausgerichtet ist. Einerseits bearbeiten sie ein, auf ihre persönliche Lern- und Leistungssituation zugeschnittenes, Pflichtprogramm, andererseits wählen sie darüber hinaus selbst aus dem vorhandenen Angebot aus. Die Lehrer/-innen sind dabei Berater/-innen und führen die Kinder in neue Bereiche ein. Die Freiarbeitsmaterialien wählt die Klassenlehrerin für ihre Lerngruppe aus.

 



Der individuelle Schriftsprachenerwerb

„Die Kinder zeigen bei Schuleintritt sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Schrift. Auf dieser Grundlage entwickeln sie ihre Zugriffsweisen auf die Schriftsprache und setzen sich mit ihr aktiv und entdeckend auseinander."

 

Nach dem Prinzip „Lesen durch Schreiben" erhalten die Kinder bereits am ersten Schultag eine Anlauttabelle, mit der sie sich die Laut-Buchstaben-Beziehung erschließen können. Kinder, die bei Schuleintritt bereits lesen oder schreiben, schreiten in der Freiarbeit einfach schneller voran. Andere Kinder üben mit den zur Verfügung stehenden Materialien länger und ausdauernder.

 


Wochenanfangskreis

Am Anfang der Woche treffen sich alle Schülerinnen und Schüler im oberen Stock des Schulhauses, beginnen die Woche mit einem Lied und wünschen sich eine gute Woche.

 

Der Klassenrat

Einmal wöchentlich tritt der Klassenrat zusammen. Er besteht aus allen Schüler/-innen und der Lehrer/-in einer Klasse. Hier werden aktuelle Anliegen, Wünsche und Probleme besprochen.

 

Profil Grundschule

Pädagogische Schwerpunkte

Wir nehmen das Kind als Individuum wahr und respektieren seine Persönlichkeit. Das Kind wird zu selbständiger und selbsttätiger Arbeit hingeführt. Wahlangebote und Freiarbeit geben dem Kind Raum um sich selbst Ziele zu setzten. Lerntyp und Lerntempo des Kindes werden berücksichtigt. Wir fördern und fordern pflichtbewusstes und verantwortungsvolles Lernen. Wir legen Wert auf achtsamen Umgang miteinander. Die Wertschätzung zwischen Lehrern und Kindern in einem Klima der Offenheit und Höflichkeit sehen wir als eine wichtige Voraussetzung des Lernens.

 

Lernen verstehen wir als lebenslangen Prozess.

 

Unterricht

Unser Ziel ist es kognitive und soziale Kompetenzen zu schaffen. Wir gestalten den Unterricht so, dass er Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen schafft. Der Unterricht ist handlungsbezogen, erlebnisorientiert, themen- und sachorientiert. Wir ermöglichen dem Kind an vielfältigen Lernprozessen und Lernerfahrungen teilzunehmen.

 

Eltern

Die Hauptverantwortung für die Erziehung liegt bei den Eltern. Wir Lehrer sind auf eine offene Zusammenarbeit angewiesen. Die Verantwortung für den Unterricht liegt bei der Lehrerperson. Wir sprechen Erziehungsziele und Fördermöglichkeiten gemeinsam mit den Eltern ab. Wir pflegen den Kontakt mit den Eltern in regelmäßigen Sprechstunden, Elternsprechtagen und Klassenpflegschaftsabenden und gemeinsamen Aktionen mit den Kindern.

 

Schulische Rahmenbedingungen

Wir arbeiten nach den Bildungsplänen für die Grundschule in Baden Württemberg. Wir sind eine Ganztagesschule in offener Form mit Kernzeitbetreuung und Hort. Der Unterrichtsvormittag wird rhythmisiert, das heißt nach lernpsychologischen Erkenntnissen und kindgerechten Arbeitsformen ausgerichtet. Die Kinder können in Räumen arbeiten und lernen, die das Lernen unterstützen und Schule als Lebensraum erfahrbar machen. Wir verwenden im Unterricht Lehr – und Lernmittel, die den Kindern ein individuelles Lernen ermöglichen und nach neuesten Erkenntnissen ausgewählt werden.